Schaeffer, Pierre

Pierre Schaeffer arbeitete als Radiotechniker für das französische Nationalradio und begann während seiner Arbeit dort mit aufgenommenen Klängen zu experimentieren.

1946 überzeugte er den Radiosender, ein Studio und eine Forschungsgruppe zu gründen, um aufgenommene Klänge zu untersuchen. Aus dieser Gruppe wurde später die GRM (Musikalische Forschungsgruppe).

1948 entstanden seine ersten Solokompositionen, die ‚Fünf Klangstudien‘.

Pierre Schaffer machte viele weitere musikalische Stücke und schrieb ausgiebig über das Thema des Musizierens mit aufgenommenen Klängen. Seine Ideen haben viele, viele Komponisten beeinflusst, die ihm nachfolgten. Er war einer der ersten Menschen, die erkannten, dass die Hüllkurve eines Klangs großen Einfluss darauf hat, wie er gehört wird.

Damit ist die Änderung der Tonhöhe in beide Richtungen gemeint. Traditionell ging die Tonhöhenverschiebung Hand in Hand mit der Änderung der Geschwindigkeit eines Tonbandgerätes.

Mit der heutigen Digitaltechnik kann die Tonhöhenverschiebung zusätzlich zur zeitlichen Streckung und Stauchung erfolgen, wobei nicht die Dauer, sondern nur die Tonhöhe verändert werden muss.

Plunderphonics

Plunderphonics ist eine spezifische, radikale Form der Collage, bei der alle Materialien aus vorhandener Musik angeeignet wurden. Es handelt sich um eine politisch motivierte Gattung, die sich auf den Begriff der freien Samples konzentriert und die gefühlte Heuchelei des musikalischen Urheberrechts in Frage stellt. Der Begriff leitet sich von der bahnbrechenden CD von John Oswald mit dem Titel ‚Plunderphonics‘ ab. [EARS]